Unsere Verstorbenen

Der Theaterverein Wattenberg entstand aus einer örtlichen Theatergruppe, die schon längere Zeit vor der offiziellen Gründung die Unterhaltungsabende der Musikkappelle Wattenberg mit verschiedenen Theaterstücken gestaltete
Am 12. Oktober 1947 erfolgte dann die öffentliche Gründung des Theatervereins Wattenberg im Rahmen einer Vollversammlung im Gasthof Säge. Otto Steiner war damals einer der Hauptorganisatoren, wenn es darum ging, den amtlichen Boden für den Verein zu bereiten.
In dem neu gegründeten Theaterverein Wattenberg waren folgende Ausschussmitglieder tätig:

Obmann – Josef Schmadl
Obmannstellvertreter – Karl Pittl
Spielleiter und erster Schriftführer – Otto Steiner
Zweiter Schriftführer – Walter Brunner
Erster Kassier – Johann Schmadl
Zweite Kassierin – Eleonora Nitzlnader
Erster Beirat – Josef Raffl
Zweite Beirätin – Aloisia Wopfner 
Bühnenmeister – Hans Rast
Zeugwart – Franz Kapplmair
Der Verein zählte bei seiner Gründung 22 aktive und 4 unterstützende Mitglieder

Zur damaligen Zeit war der Theaterverein Wattenberg in enger Verbindung mit der Musikkappelle Wattenberg. Es gab sogar eine 12 Mann starke Vereinsmusik. Sie spielte in den Pausen und nach den Aufführungen, die meistens mit einer Tanzveranstaltung verbunden waren.

Das Theaterstück  „Die drei Eisbären“ gilt als Gründungsstück.
Es wurde im Feber des Gründungsjahres gespielt. In den ersten Jahren inszenierte hauptsächlich Hans Steiner. Aus formalen Gründen wurde sein ältester Sohn Otto Steiner als offizieller Spielleiter angegeben. Es wurde anfangs sehr eifrig gearbeitet. Bis zu fünf Stücke im Jahr wurden einstudiert und aufgeführt.
Es waren dies Volksstücke und Bauerschwänke wie z. B.:

Die Junggesellensteuer“,
S´Heiratsfieber“,
Weiberlist“,
Das Vater unser in der Christnacht“,
Das neue Licht“,
Kreuz Kasper geht wallfahrten“, u. s. w.

Der damalige Obmannstellvertreter und Sägerwirt Karl Pittl baute gemeinsam mit seinem Bruder Friedl Pittl die erste Bühne. Auf dieser fanden dann drei Jahrzehnte lang Theateraufführungen statt. Von der Gründung bis heute wurde fast ausschließlich im Gasthof Säge gespielt.1952 legte Josef Schmadl sein Amt als Obmann zurück, und Hans Rast wurde zum neuen Obmann gewählt. Andreas Schmadl begann seine zwölfjährige Spielleiterära.
Er inszenierte die Stücke:

Der Wilderer“,
Der verkaufte Großvater“,
Der Gottesfrevler“,
S´Almröserl“,
Die Teufelsdirn und der Teufelsjäger“,
Der Sonnbergkönig“,
Heiratsfieber am Bärenbacherhof“,
Die Meineidbäurin“,
Der Bergbauer“ u. v. a.

Das Volksstück „Der Bergbauer“ wurde 1960 anlässlich eines Bewertungswettbewerbs in Matrei am Brenner aufgeführt und als sehr gut bewertet.
 
1953 wurde Hans Rast von Hugo Heumader als Obmann abgelöst. Da es durch die enge Verflechtung von Musikkapelle und Theaterverein immer wieder zu Reibereien kam, versuchte Hugo Heumader den Theaterverein etwas eigenständiger zu führen als seine Vorgänger. Dies gelang ihm auch in den fünf Jahren seiner Obmannschaft.1958 übernahm Hirschhuber Erwin den Verein.

Ein Jahr später wurde wieder Hugo Heumader zum Obmann gewählt.
Andreas Schmadl war zu dieser Zeit noch Spielleiter. Sein vorerst letztes Stück, das er 1961 inszenierte, war “Vinzenz in Nöten“.

Als 1962 seine Mutter verstarb, legte er seine spielleiterische Tätigkeit für ein Jahr zurück. Das Jahr 1962 bleibt somit bis heute das einzige Jahr, in dem nicht gespielt wurde.
1963 zog sich Andreas Schmadl mit seiner Frau Paulina aus der Vereinsarbeit völlig zurück.
Der nachfolgende Spielleiter war sein Bruder Hartmann Schmadl.
Er und Hans Ellinger (war damals 2. Spielleiter) inszenierten Stücke wie:

Der Wilderer“,
Die Stearnhofbuam auf Brautschau“ und
Der Anzingerbauer auf dem Steueramt“.

1964 wurde Erwin Hirschhuber Spielleiter.
Er setzte Stücke in Szene wie z. B.:

Alles in Ordnung“,
Die Geierwally“,
Das Dirndl von der Au“,
Im scheckertn Rössl von Blunzndorf“,
Der Sonnbergkönig
Gewitterwolken übern Bernleitnerhof“.

Im Jahr 1965 wurde das Gasthaus Säge von einem Hochwasser schwer in Mitleidenschaft gezogen. Aus diesem Grund mussten die zwei letzten Stücke im Haus der Jugend in Wattens gespielt werden.

1968 wurde Franz Wetscher zum neuen Obmann gewählt.
Spielleiter wurde noch einmal Hartmann Schmadl.
Er inszenierte die drei Stücke:

Der Kreuzkasper geht wallfahrten“,
Das Edelweißdirndl
Der Steffele will Buchhalter werden“.

1969 löste Erwin Hirschhuber Franz Wetscher als Obmann ab.
1970 kehrte Andreas Schmadl für sechs Jahre als Spielleiter zurück und inszenierte die Stücke:

Der Meineidbauer“,
Hilfe ich liebe einen Gammler“,
S`Herz in der Lederhosn“,
Der Strohwitwer“,
Die Ledigensteuer“,
Das große Geheimnis“ u.v.a.


1971 wurde Hartmann Schmadl zum Obmann gewählt, und er bekleidete dieses Amt 30 Jahre lang. In diesem langen Zeitraum geschah sehr viel. Drei Jubiläumsfeiern fielen in seine Amtszeit:
das 25 - Jahr - Jubiläum 1972
das 40 - Jahr - Jubiläum 1987
das 50 - Jahr - Jubiläum 1997
Im Jahr 1978 wurden beim Gasthof Säge eine neue Veranda und damit auch eine neue Bühne gebaut.

1979 führte der Theaterverein Wattenberg in Zusammenarbeit mit dem bekannten Volksschauspieler und Regisseur Toni Bichler das Volksstück „Um Haus und Hof“ auf.
1994 trat Hartmann Schmadl mit seinen zwei Haflingerstuten auf, er bekannt für seine Liebe zu den Haflingern bei dem Freilichtspiel „Die Räuber vom Glockenhof“ in Tulfes die Rolle des Kutschers.
1997 war Hartmann Schmadl als Theatervereinsobmann und Pfarrgemeinderat einer der Hauptorganisatoren bei der Uraufführung des zeitgeschichtlichen Stückes von Josef Rossa
Der Granitblock“. In diesem Stück wird das Leben des Wattener Marianistenpaters Jakob Gapp wahrheitsgetreu erzählt. Er wurde in der Zeit des Nationalsozialismus wegen seiner unbeugsamen Haltung zu Glauben und Kirche enthauptet.
Das Stück „Der Granitblock“ spielte der Theaterverein Wattenberg in Zusammenarbeit mit der Kolpingbühne Wattens anlässlich der Seligsprechung von Pater Gapp in dem nach ihm benannten  Pater Gapp – Haus in Wattens.
In der dreißigjährigen Obmannschaft von Schmadl Hartmann waren fünf Spielleiter tätig.
Nach Andreas Schmadl wurde im Jahr 1976 Erich Scheiber zum Spielleiter gewählt.
Er inszenierte die Stücke wie:

Der scheinheilige Florian“,
Besuch in der Laurenzinacht“,
Sturm in der Badewanne“,
Die Rosskur“,
Der Ehestreik“ u.v.a.

Von 1982 bis 1992 prägte Ingrid Puelacher das Theatergeschehen unseres Vereins mit ihren Inszenierungen:


S´Almröserl“,
Die Fischpredigt“,
Das Verlegenheitskind“ (wurde sogar als Gastspiel in Hopfgarten aufgeführt),
Die Treueprobe“,
Das Heiratsgenie“,
ein Glöckerl läut´ im Tal“,
Die Prozesshansln“,
Gottes Mühlen“,
Die gemischte Sauna“,
Der Schatz im Grenzhäusl“,
S´Dahoam“ u.v.a.

Von 1993 bis zu seinem leider viel zu frühen Tod im Dezember 2002
war Robert Unterwurzacher Spielleiter.
Er inszenierte Stücke wie:

Die silberne Haarnadel“,
Die Ledigensteuer“,
Urlaub in St. Grobian“,
Bleib cool Mama“,
Die Gschicht vom Brandner Kasper“,
Hüttenzauber“ (war die erste Uraufführung unseres Vereins),
Die hölzerne Jungfrau“ und
Der Bauer an der Adria“.

1998 stellte sich Maria Schaller als 2. Spielleiterin zur Verfügung und
inszenierte abwechselnd mit Robert Unterwurzacher Stücke wie:

Höher geht´s nimmer“,
Weihnacht am Einödhof“,
Die drei Eisbären“,
Der Bsuff“ und
So ein Schlawiner“.

Im Jahr 2001 legte Hartmann Schmadl sein langjähriges Obmannamt zurück und
Franz Schmadl wurde zum neuen Obmann gewählt.

Maria Schaller zog sich als offizielle 2. Spielleiterin zurück.
Ihr folgte Barbara Hecher-Haag.
Ihre bisher inszenierten Stücke sind:

Der Heiratsschwindler
Die geputzten Schuhe
Der perfekte Mann
Erde
Das Gespenst von Canterville
Die Brüsseler Spitzen
s`Almröserl“ (Stubenspiel)
Leiche auf Abwegen

Nach dem leider viel zu frühen Tod von  Robert Unterwurzacher im Jahr 2003 wurde Maria Schaller als Spielleiterin  wieder gewählt und inszenierte neben Barbara Hecher – Haag Stücke wie:


Frauenpower
Mensch sein muss der Mensch
Das  verflixte Klassentreffen
Die Rosskur
Die Silberhochzeit

Im Herbst 2006 spielte der Theaterverein Wattenberg wieder gemeinsam mit der Kolpingbühne Wattens, aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums der Seligsprechung von Pater Jakob Gapp, das Drama „KREUZ oder QUER“ von Thomas Gassner im Pater Gapp – Haus in Wattens.
Dieses Stück stellt in einer Todeszelle, den letzten Lebensabschnitt des Pater Jakob Gapp dar. Thomas Gassner, der sein Stück auch selbst inszenierte, zeigte dabei auf eine sehr berührende Art vor allem die menschlichen Seiten dieses außergewöhnlichen Marianistenpaters.
Allen mitwirkenden des Theatervereins Wattenberg bleibt die angenehme Zusammenarbeit mit der Kolpingbühne Wattens sowie mit dem Autor und Regisseur Thomas Gassner in guter Erinnerung.


Im Frühjahr 2007 wurde im Rahmen eines Jubiläumsabends, der so wie in der Gründerzeit mit Musik und Tanz endete das 60jährige Vereinsjubiläum  gefeiert. Dem Anlass entsprechend erwies sich „s`Almröserl“ von Ekkehard Schönwiese – aufgeführt als Stubenspiel - überaus passend.
Mit dem Gedanken auch den Gasthof Mühle sowie das Alpengasthaus Hanneburger in das Jubiläum einzubinden, wurde auch dort bei sehr freundlicher Aufnahme, das Stubenspiel  vom Wildschütz Jennerwein gespielt.


Im Herbst 2007 ahnte niemand, dass das Lustspiel „Die Silberhochzeit“ die letzte erfolgreiche Inszenierung von Spielleiterin Maria Schaller bleiben sollte. Ihr überraschender Tod am 27. Feber 2008 machte uns sehr betroffen und veranlasste uns zu einer Spielpause im Frühjahr 2008.


Im Herbst 2008 wurde die schon im Frühjahr zum Teil einstudierte Kriminalkomödie
Leiche auf Abwegen“, unter der Regie von Barbara Hecher – Haag aufgeführt.


Im Jahr 2009 inszenierte Franz Schmadl das Lustspiel „Karrierefieber“ als sein erstes Stück.

Bei den Wahlen im Feber 2010 wurde Franz Schmadl zum zweiten Spielleiter gewählt und kündigte dabei seinen Rückzug als Obmann an, stellte sich aber unter dem Vorbehalt im Jahr 2010 kein Stück zu inszenieren nocheinmal zur Verfügung.


Im Jahr 2011 legte Franz Schmadl auf Grund seiner zusätzlichen Funktion als Vizebürgermeister sein Amt als Obmann zurück und Elvira Abolis wurde zur Obfrau des Theatervereins Wattenberg gewählt.

2014 wurde Erwin Lechner zum neuen Theatervereinsobmann gewählt. Seither ist der Theaterverein im Gasthaus Hanneburger beheimatet.

2017 mit dem Wilderer Stück "Wias lafft laffts..." feiert der Verein sein 70-jähriges Bestehen.

2018 übernimmt Albert Heumader die Funktion des Obmannes und Barbara Hölzl die Aufgaben des Kassiers.